Keine Zeit? – 5 Tipps für mehr Bewegung im Alltag!

Wer seinen Körper nicht regelmäßig mit Bewegung verwöhnt, wird immer schwächer und kränker! Muskelabbau, ein höherer Körperfettanteil, Diabetes mellitus Typ 2 und viele weitere Erkrankungen sind die bitteren Folgen. Doch der heutige Beitrag zeigt dir, wie du Bewegungsmangel auch dann vermeiden kannst, wenn du eigentlich „keine Zeit“ für Sport hast!

Risiken und Folgen von chronischem Bewegungsmangel

Wie sieht es bei dir aus?

  • Ich planen meinen Tag ganz genau, um alles zu schaffen.
  • Jede freie Minute ist entweder für Berufliches oder Privates verplant.
  • Ich habe zu wenig Zeit für mich, Sport würde nur zusätzlichen Stress bedeuten.
  • Nach der Arbeit bin ich viel zu erschöpft, um noch zum Sport zu gehen.

Wenn du mindestens eine dieser Fragen mit „ja“ beantwortet hast, ist Sport bei dir vermutlich sehr selten an der Tagesordnung und vielleicht erkennst du auch schon die ersten Folgen eines chronischen Bewegungsmangels:

  • Deine Körperzusammensetzung verändert sich: du baust Muskulatur ab und Fett auf. Oft ist das nicht unbedingt auf der Waage zu erkennen, sondern im Spiegel und an deinem Gürtel, den du plötzlich ein Loch weiter schnallen musst.
  • Es fällt dir schwer, dich auf deine Arbeit zu konzentrieren und fühlst dich schnell erschöpft und überarbeitet.
  • Lustlosigkeit und depressive Verstimmungen, aber auch plötzliche Gefühlsausbrüche und Aggressionen bestimmen deinen Alltag.
  • Du bist häufiger krank und brauchst lange, um einen Infekt auszukurieren.
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, insbesondere im Nacken und Rückenbereich treten häufig auf.

Kommt dir das bekannt vor? Falls ja, solltest du dringend etwas an deinem Verhalten ändern. Denn langfristig entstehen daraus zum Teil schwere chronische Erkrankungen.

Diabetes mellitus Typ 2 und Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel der Reizdarm, Burn Out und Depressionen, Arthrose, Osteoporose und andere orthopädische Erkrankungen, ja sogar demenzielle Erkrankungen und Krebsleiden haben ihre (Mit-) Ursache in chronischem Bewegungsmangel.

Unabhängig davon, wie weit dein Gesundheitszustand unter dem Bewegungsmangel bereits gelitten hat, steht fest, dass deine Lebensqualität mit regelmäßiger körperlicher Betätigung deutlich steigen kann!

Warum Bewegung so wichtig für dich ist

Das Wichtige ist, dass die körperliche Bewegung an dein Leistungsniveau und deine Bedürfnisse angepasst ist. Erst dann kannst du deine Gesundheit dadurch wirklich positiv beeinflussen. Wenn du dich regelmäßig bewegst – sei es im Fitnessstudio, an der frischen Luft, alleine oder mit Freunden – wirst du schnell viele Verbesserungen feststellen:

Deine Körperzusammensetzung wird sich bei richtiger Ernährung positiv verändern: weniger Fett-, mehr Muskelmasse.

Dein Blutzuckerspiegel sinkt und du reduzierst dein Risiko für Diabetes Mellitus Typ 2 und andere Erkrankungen, die mit Übergewicht einhergehen.

Stärkere Muskeln haben jedoch noch einen weiteren Vorteil: Muskel- und Gelenkschmerzen werden weniger und du wirst wieder Freude an Bewegung haben!

Du wirst feststellen, dass dein Selbstbewusstsein steigt. Und das liegt nicht nur an einer optischen Veränderung deines Körpers. Denn Trainingserfolge stärken deinen Glauben an deine Fähigkeiten. Du wirst auch im Beruf und im Privatleben erfolgreicher sein!

Außerdem senkst du dein Herzinfarktrisiko um bis zu 50%!

Dein Gehirn wird leistungsfähiger und das Arbeiten fällt dir wieder leichter.

Bewegung ist außerdem für den Stressabbau enorm wichtig! Bei täglicher Bewegung reduzierst du das Risiko stressbedingter Erkrankungen immens. Burn Out und Depressionen haben dann keine Chance mehr!

Die Motivation kehrt zurück, du fühlst dich ausgeglichen und bleibst länger gesund.

PRAXISTIPP

Beobachte genau, was passiert, wenn du Sport treibst. Welchen Einfluss hat die Bewegung auf deine Stimmung und dein Wohlbefinden?

5 Praxistipps für mehr Bewegung!

Die Vorteile körperlicher Aktivität kennst du nun und du wirst uns sicher zustimmen, dass Sport in jeder Lebenslage sinnvoll ist. Doch du fragst dich vielleicht, wie du den Sport zusätzlich zu all deinen Verpflichtungen schaffen sollst. Grundsätzlich wäre es natürlich erstrebenswert die regelmäßigen sportlichen Einheiten als bewusste Entspannungspause in den Alltag zu integrieren. Doch wenn dies nicht möglich ist – die Gründen dafür sind vielfältig – muss es andere Möglichkeiten geben, um mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren. Wir haben 5 Tipps für dich!

#1- Gesunde Füße wollen laufen

Ob das ein Tipp ist, den wir hier wirklich erwähnen müssen? Ja! Denn leider sind die meisten Menschen viel zu bequem geworden. Selbst für kurze Strecken wird das Auto genommen und Fahrstühle oder Rolltreppen scheinen deutlich beliebter zu sein, als ihre stehenden Verwandten.

PRAXISTIPP

Beobachte mal, wieviele Menschen sich im morgendlichen Trubel an der Rolltreppe anstellen, während die Treppe daneben fast leer ist!

Mehr Bewegung im Alltag
Quelle: pixabay | komposita

Es ist wirklich nicht schwierig, mehr Wege zu Fuß zurückzulegen. Auch wenn es am Anfang mühselig erscheint, wirst du den Weg zum Bäcker bald automatisch zu Fuß gehen. Versuche dabei, dein Handy auszuschalten und dich auf deine Schritte, deine Umgebung und deine Gedanken zu konzentrieren. Atme bewusst, um den Stressabbau noch besser zu unterstützen.

#2 – Job-Walk, Phone-Walk und Co.

Wenn du dich mal genau umsiehst, wirst du in deinem Arbeitsalltag unzählige Gelegenheiten entdecken, in denen du eigentlich nicht sitzen müsstest!

Job-Walk: In vielen Firmen ist es mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass längere Besprechungen, die nicht viele Materialien erfordern, im Gehen durchgeführt werden. Schlage deinem Gesprächspartner beim nächsten Meeting doch einfach vor, den Job-Walk mal auszuprobieren!

Phone-Walk: Wesentlich flexibler ist natürlich der Phone-Walk. Hierbei ist es deine Entscheidung, ob du während des Gesprächs oder der Telefonkonferenz an deinem Schreibtisch sitzen bleibst oder einfach aufstehst und auf und ab gehst. Selbst diese zusätzliche Bewegung, so minimal sie auch scheint, ist ein Segen für deine Gesundheit.

PRAXISTIPP

Frage dich immer wieder, ob du bei deiner Aktivität wirklich sitzen musst! Dir fallen sicher viele Gelegenheiten ein, in denen du aktiver sein könntest.

#3 – Nutze einen Stehtisch

Nicht nur dein Rücken wird es dir danken, wenn du von Zeit zu Zeit mal im Stehen arbeitest. Du vermeidest so dauerhafte Fehlhaltungen, die zu Schmerzen und Verspannungen führen. Außerdem erfordert Stehen mehr Muskelarbeit als Sitzen. Viele Schreibtische sind so konzipiert, dass sie ausreichend höhenverstellbar sind. Sollte dir keiner zur Verfügung stehen, frage doch im Betrieb einfach mal nach. Ideen und Anregungen zur Verbesserung der Arbeitssituation werden meist sehr gerne angenommen.

#4 – Aktive Pause

Mittlerweile ist die Aktive Pause in vielen Unternehmen eine willkommene Abwechslung. Doch auch wenn dein Arbeitgeber noch kein solches Präventionsprogramm anbietet, kannst du die Aktive Pause auch selbst gestalten. Es reichen schon wenige Minuten aus, in denen du dich dehnst und streckst, ein paar Kniebeugen machst oder einmal zügig die Treppe nimmst. Es sind Kleinigkeiten, die deine Muskeln häufiger fordern und deinen Kreislauf in Schwung bringen. Dafür brauchst du nichtmal Sportkleidung!

#5 – Nutze Alltagschancen

QUIZ

Wieviele Alltagssituationen fallen dir ein, in denen du dich mehr bewegt könntest?

Hier ein paar Anregungen:
das Staubsaugen als Work-Out gestalten;
den Bewegungsdrang der Kinder nicht unterbinden, sondern aktiv mitgestalten;
die Zeit vor dem Fernseher mit einem kleinen WorkOut verbinden, usw…

Übrigens! Wer täglich 10.000 Schritt läuft, kann in einer Woche zusätzlich so viele Kalorien verbrennen, wie in 2 Päckchen Butter stecken!

Zusammenfassung

  • Bewegungsmangel birgt eine Vielzahl von Risiken, die sich mitunter zu gravierenden Gesundheitsbeeinträchtigungen entwickeln können. Doch wer sich täglich 30 Minuten aktiv bewegt, kann nicht nur etwas gegen schlechte Laune tun, sondern sein Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten deutlich reduzieren.
  • Der Alltag bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, aktiver zu sein, wir müssen diese Gelegenheiten nur erkennen und wahrnehmen!

Wie wäre es zum Abschluss mit einer kleinen Challenge:
Versuche die nächsten 7 Tage immer die Treppe zu nehmen!