3 Praxistipps für ein erfolgreiches Jahr

Jahr für Jahr nimmst du dir vor, mehr Zeit für dich und weniger Stress im Job zu haben? Du planst deine Aktivitäten genau, doch am Ende des Tages fehlen dir trotzdem noch mindestens drei Stunden? Dann aufgepasst: Im heutigen Beitrag zeigen wir dir drei Praxistipps, mit denen es im nächsten Jahr mit dem Selbst- und Zeitmanagement endlich klappt!

Work-Life-Balance

Der Begriff Work-Life-Balance ist dir sicher nicht unbekannt. Denn in der heutigen schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft steigen die beruflichen Anforderungen immer weiter. Es werden Überstunden gemacht und auch nach der Arbeit beschäftigen wir uns oft gedanklich noch mit beruflichen Themen. Doch dieser Arbeits- und Lebensstil nimmt so viel Zeit und Energie in Anspruch, dass Privates häufig zu kurz kommt. Die Waage kippt Richtung Work. Das Problem? Stress und Krankheit. Daher ist es wichtig, dass du lernst, einen Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben herzustellen.

Und hier erkennst du schon, wie sehr Work-Life-Balance mit Selbst- und Zeitmanagement zusammenhängt. Denn dir stehen jeden Tag nur limitierte Ressourcen zur Verfügung: die Zeit, sowie geistige und körperliche Energie. Die Herausforderung besteht also darin, Anforderungen aus unterschiedlichen Lebensbereichen (Work und Life) zu priorisieren und sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Dabei geht es natürlich nicht darum, beruflich möglichst viel zu schaffen und privat dafür kürzer zu treten. Vielmehr besteht das Ziel darin, die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen und Kompromisse zu finden, mit denen eine gesunde und ausgeglichene Lebensführung möglich ist. Eben eine gute Work-Life-Balance.

PRAXISTIPP

Mache dir bewusst, was dir im Leben wichtig ist! Stelle dir dazu einige Fragen:

Erfüllt mich mein Beruf? 
Habe ich ausreichend Zeit für mich und die Menschen, die mir wichtig sind? 
Bin ich motiviert? Und falls nicht, bin ich vielleicht nicht mehr auf dem richtigen Weg?

Was ist Selbstmanagement?

Durch diese Fragen kannst du herausfinden, welche Aktivitäten in deinem Kalender Platz finden müssen. Vielleicht erkennst du auch, dass du bisher nicht den richtigen Fokus gesetzt hast und viele Dinge zu kurz kamen? Laut Jäger (2007) ist Selbstmanagement die gezielte, selbstgesteuerte und eigenverantwortliche Entwicklung deines Lebens in die Richtung, die du für dich als die Beste empfindest, um erfolgreich zu sein. Wie du Erfolg definierst, ist natürlich individuell. Achte jedoch darauf, dass hier nicht ausschließlich beruflicher Erfolg gemeint ist!

PRAXISTIPP

Schreibe auf, was für dich Erfolg im Leben bedeutet! Es ist sehr hilfreich, solche Fragen schriftlich zu visualisieren. Denn so wird dir eher auffallen, welchen Lebensbereichen du bisher nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hast.

Zeitmanagement
Quelle: pixabay | Tumisu

Was ist Zeitmanagement?

Auch das Zeitmanagement ist für dich sehr wichtig, wenn du in der Lage sein möchtest, deine beruflichen und privaten Ziele zu erreichen. Denn wie wir bereits zu Beginn des Artikels gesehen habe, ist auch der Faktor Zeit limitiert. Wir wollen also Zeit optimal nutzen und diejenigen Tätigkeit priorisieren, die für den Erfolg entscheidend sind.

MERKE

20% deiner Arbeit machen 80% deines Erfolges aus!

Anders ausgedrückt können wir auch sagen: Nicht erfolgreiche Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit, Dinge zu tun, die nicht – oder nur unwesentlich – zu ihrem erhofften Erfolg beitragen.

Die folgenden drei Schritte werden dir dabei helfen, deine Tage so zu gestalten, dass du deine Lebensziele erfolgreicher erreichen wirst.

#1 – Zeit einteilen

Auch hier musst du wieder ein wenig rechnen. Nach dem Pareto-Prinzip (80:20), kommen wir nun zur 60:40 Grundregel. Hast du schonmal einen genauen Tages- oder Wochenplan geschrieben? Falls nicht, solltest du das unbedingt mal ausprobieren. Das Erfolgsgeheimnis besteht darin, nur 60 Prozent deiner Zeit zu verplanen. Die übrigen 40 Prozent hältst du für unerwartete und spontane Aufgaben frei. Bei einem 12-Stunden Tag verplanst du also nur etwas mehr als sieben Stunden.

#2 – Prioritäten setzen

Du fragst dich nun vielleicht, wie du all deine To-Dos in 7 Stunden unterbringen sollst. Hier kommen Prioritäten ins Spiel. Denn wie du bereits gelernt hast, kannst du schon sehr viel erreichen, wenn du die wichtigsten 20% deiner To-Dos auswählst. Dabei kannst du ganz unterschiedlich vorgehen. Zwei Methoden möchten wir dir kurz vorstellen. (Lass dich bitte nicht von der Benennung der Aufgaben verwirren. Denn beide Methoden arbeiten mit den Buchstaben A, B und C).

– Die Eisenhower Methode

Die Eisenhower-Methode teilt alle To-Dos in A-, B- und C-Aufgaben und Papierkorb-Aufgaben ein. Schaue dir  deine To-Do-Liste an und sortiere nach folgendem Schema.

  • A-Aufgaben: Oberster Priorität. Diese Aufgaben müssen sofort und von dir selbst erledigt werden.
  • B-Aufgaben: Haben noch Zeit.
  • C-Aufgaben: Können auch langfristig delegiert werden.
    Aber Achtung! Auch B- und C-Aufgaben werden natürlich irgendwann zu A-Aufgaben und müssen dann erledigt werden.
  • Papierkorb-Aufgaben: Unwichtig! Diese Aufgaben sind meist die 80% der Arbeit, die nicht viel zu deinem Erfolg beitragen. Wenn möglich, solltest du diese Aufgaben streichen.

– Die ABC Methode

Auch hier werden Aufgaben in Kategorien eingeteilt. Dabei geht es darum, herauszufinden, welche Aufgaben du priorisieren solltest, um die limitierten Ressourcen (Zeit und Energie) möglichst effektiv zu nutzen.

  • A-Aufgaben: etwa 15 % aller Aufgaben, die jedoch 65% deines Erfolges ausmachen.
  • B-Aufgaben: das sind etwa 20% deiner To-Dos, die in gleichem Umfang zum Erfolg beitragen.
  • C-Aufgaben sind etwa 65% aller Aufgaben, die jedoch nur 15% zu deinem Erfolg beitragen.
Selbst- und Zeitmanagement

PRAXISTIPP

Konzentriere dich zuerst auf A-Aufgaben, denn diese legen den Grundstein für deinen Erfolg.

#3 – Richtig planen

Nachdem du nun herausfinden konntest, welche Aufgaben du vorrangig erledigen solltest, geht es nun an die konkrete Planung. Und auch hierfür zeigen wir dir wieder eine praktische Methode. Die ALPEN Methode soll dir als Leitfaden dienen, deine Woche sinnvoll zu planen.

  • A: Stelle zunächst alle Aufgaben zusammen, die du im vorherigen Schritt als relevant herausarbeiten konntest.
  • L: Länge – Schätze, wieviel Zeit du für jede Aufgaben benötigen wirst.
  • P: Plane Pufferzeit ein (60:40 Grundregel)!
  • 
E: Entscheidungen treffen – Priorisiere deine Aufgaben und trage sie in deinen Wochenplan ein.
  • 
N: Nachkontrolle – Was du in der Vorwoche nicht erledigen konntest, übernimmst du in die Planung für die nächste Woche. Dein Ziel sollte natürlich sein, deine Woche so zu planen, dass du möglichst alles erledigen kannst.

Zusammenfassung

  • Führe eine Bestandsaufnahme durch und beurteile selbstkritisch, ob dein Fokus stimmt.
  • Finde heraus, was Lebenserfolg für dich bedeutet und was du dafür tun musst. 
Tipp: Lies dazu auch unseren Artikel zur Selbstverwirklichung.
  • Sammle deine Aufgaben in einer Liste. („Aufgaben“ beziehen sich dabei nicht nur auf Berufliches, sondern auch auf Dinge, die du gerne tust, oder die dir in deinem Privatleben wichtig sind.)
  • Priorisiere alle Aufgaben in deiner Liste und behalte dabei im Hinterkopf, dass einige wenige Aufgaben den Großteil deines Erfolges ausmachen.
  • Verplane nicht jede Minute, sondern lasse Pufferzeit für Unvorhergesehenes.
  • Schreibe einen konkreten Wochenplan.
  • Und last but not least: sei nicht zu streng mit dir selbst. Es ist ok, wenn du nicht alle Aufgaben in einer Woche erledigen konntest. Behalte dein Ziel im Auge und arbeite stetig daran, dein Selbst- und Zeitmanagement zu verbessern. Es kann sehr hilfreich sein, sich immer wieder zu fragen, ob der Fokus noch stimmt.